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23Oktober

Bericht zur Konferenz über berufsbedingte Krebserkrankungen bei Feuerwehreinsatzkräften in den skandinavischen Ländern, am 23.10.2015

Wie groß ist das Problem mit berufsbedingten Krebserkrankungen bei Feuerwehrleuten, und welche Präventivmaßnahmen können unternommen werden?
Wie kann die Politik Feuerwehrleute schützen die ihre Gesundheit und ihr Leben für die Gesellschaft riskieren?

Zu Fragen wie diesen fand im dänischen Parlament in Kopenhagen, unter Beteiligung des Berufsverband Feuerwehr e.V die Konferenz über berufsbedingte Krebserkrankungen bei Feuerwehreinsatzkräften in den skandinavischen Ländern statt.

Unter dem Titel „gerechte Absicherung bei berufsbedingten Krebserkrankungen“, erörterten Feuerwehrleute aus Kanada, Island, Deutschland und weiteren skandinavischen Ländern, Wissenschaftler aus Finnland und Dänemark sowie politisch Verantwortliche, auf Einladung von Tommy Kjaer, von Brandfolkenes Cancerforening,  die Probleme auf dem Weg zu einer Anerkennung von Krebserkrankungen und  einer angemessenen Absicherung der Betroffenen und ihrer Familien im Versorgungs- oder Todesfall.

So berichteten Alex Forrest, von der IAFF (International Association of Firefighters) über den schwierigen und langen Weg bis hin zum Inkrafttreten eines entsprechenden Entschädigungsgesetzes für Kanada, die USA und Australien.
Ken Block, Feuerwehrchef der Großstadt Edmonton in der kanadischen Provinz Alberta über Fürsorgepflichten gegenüber seinen Mitarbeitern und die finanziellen Mehrausgaben für Präventionsmaßnahmen, die sich allerdings durch den dadurch geringen Krankenstand ausgezahlt haben.
 
Was sagt die Wissenschaft?

Lars Schiøtt Sørensen, Brandschutzexperte, Sachverständiger und Wissenschaftler für die Erforschung von Brandverhalten an und in Gebäuden, von der Aalborg Universität in Kopenhagen konnte die Frage „Wie giftig sind moderne Feuer“? beantworten.
Brandhemmer, neuartige Baustoffe und ein hoher Kunststoffanteil in Möbeln, Bodenbelägen, Computern und Isolationen sorgen für ein extrem toxisches und karzinogenes Umfeld bei Wohnungsbränden.
Feuerwehrleute kommen während ihrer Einsätze mit mehr, von der IARC (International Agency for Research on Cancer), als krebserregend klassifizierte  Chemikalien in Kontakt, als noch vor 10 Jahren.
Zudem ist der Brandverlauf beispielweise bei einem „modernen Sofa“ im Verhältnis zu einem herkömmlichen um ein vielfaches schneller.
Was bereits nach wenigen Minuten zu einem Flash Over führen kann.

Juha Laitinen, Professor am finnischen Institut für Arbeitsmedizin, hat zu dem Thema bereits mehrere Studien veröffentlicht, in denen eine direkte Beziehung zwischen Brandbekämpfung und der Entstehung von Krebs nachgewiesen wird.
In den allgemeinen Untersuchungen zu seinen Studien kommt er zu dem Ergebnis, dass eine Aufnahme krebserregender Stoffe, wie den polycyclischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK), wesentlich über das größte Atem Organ, die Haut, erfolgt.
Somit ist die Frage „wie gelangen schädliche Substanzen in den Körper?“,
nachweisbar  geklärt.

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Fazit:

Nach einer abschließenden Podiumsdiskussion waren sich alle einig, dass der
Beruf des Feuerwehrmannes eine gefahrengeneigte Tätigkeit ist, die ein erhöhtes Gesundheits- und Krebsrisiko aufweist.

Die für ihren Dienst an der Gesellschaft verdienten Feuerwehrleute brauchen nicht nur Anerkennung und Respekt, sondern auch eine verlässliche Zusage, im Krankheitsfall angemessen abgesichert zu werden.

Das Ziel ist eine gesetzliche Grundlage hierfür zu schaffen.

Die politisch Verantwortlichen stehen in der Pflicht diese umzusetzen!

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