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Anspruch auf Werbungskostenabzug für Verpflegungsmehraufwand
 
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
hiermit möchte wir Euch über die Möglichkeit des Werbungskostenabzugs für Verpflegungsmehraufwand informieren.
 
Die Möglichkeit ergibt sich aus der geänderten Rechtsprechung des Bundesfinanzhof zur „Auswärtstätigkeit“ vom 19.01.2012 - Az.: VI R 23/11 und VI R 36/11 .
Diese führte zur Aufhebung der Vorentscheidung und zur Zurückverweisung der Sache (Klage) an das FG zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung.

Ein Anspruch lässt sich für alle Dienste formulieren, die nicht an der Stammdienststelle geleistet werden.
Als Beispiel lassen sich u.a. Dienste an einer RTW / NEF Außenstelle, einer Löschbootstation etc. nennen.
 
Im Rahmen der Einkommensteuererklärung können folgende Staffelsätze geltend gemacht werden.
 
               Auswärtstätigkeit von mehr als   8 Std.                             €   6,00
               Auswärtstätigkeit von mehr als 14 Std.                             € 12,00
               Auswärtstätigkeit von mehr als 24 Std.                             € 24,00
 
je Kalendertag. Dabei ist die Abwesenheit von zu Hause entscheidend.
 
Das BfH-Urteil sollte beim ersten Antrag auf Werbungskostenabzug angegeben werden: BFH - Urteil vom 14.9.2005, VI R 93/04, BFH/NV 2006, 53
 
http://www.vdf-nrw.de/core-safe/gallery/Dateien/Rechtliches/MBlVerpflegungsmehraufwandimRettungsdienstBFH.pdf
 
Der Vorstand