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Harald Steinmann

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Steinmann
   
13Juli

Presseerklärung des Berufsverband Feuerwehr e.V. Aus für kooperative Leitstelle Göttingen

Wie der Berufsverband Feuerwehr e.V. als Vertretung der hauptberuflichen Feuerwehrangehörigen aus der Hessisch Niedersächsischen Allgemeinen in der Ausgabe vom 02. Juli 2014 erfahren musste, hat sich die Polizei vom geplanten Projekt einer Großleitstelle, die an die Berufsfeuerwehr Göttingen angeschlossen werden sollte, zurückgezogen.
Als Begründung hierfür wurden laut HNA wirtschaftliche Erwägungen genannt. Der Berufsverband
Feuerwehr e.V. betrachtet es nicht nur als seine Aufgabe, sich nachhaltig für eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Feuerwehren einzusetzen, sondern auch dafür einzutreten, dass den Bürgerinnen und Bürgern in Notsituationen leistungsfähige Organisationen zur Seite stehen, um Ihnen zu helfen. Hierzu zählen für uns insbesondere die Leitstellen, in denen die Hilfeersuchen entgegengenommen werden.

Durch den jetzigen Rückzug der Polizei (verantwortlich sein dürfte hierfür das Ministerium des Inneren in Hannover) wurde nicht nur wertvolle Zeit zur Umsetzung eines strukturell wichtigen Projektes vergeudet, sondern unserer Meinung nach auch ein falsches Zeichen gesetzt. Offensichtlich geht es der Landesregierung nur um den finanziellen Aspekt und nicht um die Qualität.

Aus den bereits in Betrieb befindlichen kooperativen Leitstellen ist uns sehr wohl bekannt, dass die finanziellen Synergieeffekte, die man sich von der Zusammenlegung erhofft hatte, nicht in dem erwarteten Maße ausgefallen sind.

Was uns jedoch immer wieder bestätigt wurde, ist, was auch der ehemalige Innenminister des Landes Niedersachsen anlässlich der Eröffnung der kooperativen Leitstelle Osnabrück der Osnabrücker Zeitung sagte.
Wir zitieren die Ausgabe vom 28.11.2012:

In der Region Osnabrück habe man sehr schnell erkannt, dass man mit einer kooperativen Leitstelle eine für die Bürger vernünftige Lösung habe, lobte der niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Uwe Schünemann. Die Bürger seien damit der große Gewinner, „denn in der Regionalleitstelle wird die Basis dafür gelegt, dass man denen, die in Not sind, richtig und schnell helfen kann“.

Und auch der damalige Oberbürgermeister der Stadt Osnabrück und jetzige Innenminister in Niedersachsen, Boris Pistorius, erklärte in der gleichen Ausgabe.

Auch wenn es für die Umsetzung „viel zu viel Zeit gebraucht hat“, beurteilte auch Osnabrücks Oberbürgermeister Boris Pistorius die neue Leitstelle als einen positiven Schritt: „Je enger Stadt und Landkreis zusammenarbeiten, desto besser.“ Durch die neue Leitstelle „kann lebensrettende Zeit eingespart werden – darauf kommt es an.“ Dies sei ein echter Gewinn für die Hilfe suchenden Menschen.

Mit Blick auf weitere Planung in anderen Kommunen des Landes Niedersachsen fordern wir den Innenminister auf, von dieser wirtschaftlich orientierten Betrachtung abzugehen und eine qualitätsorientierte Betrachtungsweise (wie in damals in Osnabrück) vorzunehmen.

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